Tadalafil ist der aktive Wirkstoff vom Medikament Cialis und wird zur Behandlung von Potenzstörungen verschrieben. Der Wirkstoff wird seit 2010 auch zur Behandlung von pulmonal-arterieller Hypertonie (pulmonale Hypertension) und seit 2012 zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms.

Definition und Anwendungsgebiete von Tadalafil

Tadalafil ist ein Wirkstoff, der bei erektiler Dysfunktion (Erektionsstörungen) eingesetzt wird. Erektionsstörungen sollen mit dem Präparat reduziert oder gänzlich verringert werden. Generell geht es dabei um eine verbesserte Erregungsfähigkeit mit entsprechender Erektion, die nach der Einnahme zu einem lustvolleren Geschlechtsverkehr führt.

Strukturformel von Tadalafil Strukturformel von Tadalafil

Grundsätzlich kann mit Tadalafil nicht die Lust selbst gesteigert werden, sondern nur die dauerhafte Erektion des Penis während sexueller Aktivität. Daher erhalten Männer mit erektiler Dysfunktion das entsprechende Präparat mit dem Wirkstoff Tadalafil. Damit gehört es zur Gruppe der Phosphodiesterase 5 Inhibitoren (PDE-5-Hemmer).

Nach sexueller Stimulation unterstützt Tadalafil die Entspannung der Blutgefäße im Penis, was einen verbesserten Blutfluss zur Folge hat. Um die erwünschte Wirkung zu erzielen, wird eine Tablette mit 10 oder 20 Milligramm ca. eine halbe bis ganzer Stunde vor dem geplanten Verkehr eingenommen.

Tadalafil hat eine lange Wirkdauer, aufgrund dessen sind sexuelle Aktivitäten bis zu zwölf Stunden nach der Einnahme möglich. Empfohlen ist in jedem Falle die partnerschaftliche Stimulation, damit Tadalafil seine Wirksamkeit entfalten kann.

Studien zur Wirksamkeit von Tadalafil

Tadalafil wurde bei Studien mit Sildenafil (Handelsname Viagra) verglichen. Hierbei zeigten sich keine bedeutenden Unterschiede. Untersucht wurden Probanden auch mit Placebos in doppelblinden Phase-III-Studien, bei denen 20 mg Tadalafil verabreicht wurden.

Eine Besserung trat bei 81 Prozent der Männer ein, der Placebo hingegen verbesserte die Erektionsfähigkeit der Probanden um 35 Prozent. Von einem sehr guten Ergebnis sprachen 75 Prozent, sie konnten den Geschlechtsverkehr wie gewünscht ausführen und beenden. Andere Ergebnis zeigte die Studien bei der Dosis von 10 mg.

Hier verringerte sich der erfolgreiche Prozentsatz um rund 15 Prozent. Weitere Gründe für den unzureichenden Erfolg sind Männer, die an Diabetes (Zuckerkrankheit) erkrankt sind, an Hypertonie (Bluthochdruck) oder der koronaren Herzkrankheit leiden.

Auch der Wirkungszeitraum von Tadalafil wurde untersucht. Dabei zeigte sich, dass das Maximum des Wirkstoffes im Blut nach rund zwei Stunden erreicht wird. Einer der Probanden hatte bereits nach 16 Minuten eine Erektion.

Insgesamt wird mit Tadalafil ein spezieller Faktor positiv begünstigt: Die betreffenden Männer können den Geschlechtsverkehr für den gesamten Abend und die Nachtstunden einplanen und stehen nicht mehr unter psychischem Druck.

Wirkung vom Wirkstoff Tadalafil

Tadalafil wird ausschließlich bei der Diagnose Erektionsstörungen bzw. Impotenz eingesetzt. Seit Juni 2014 wird das Medikament Cialis in der Dosierung zu 5mg zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms verschrieben.

Der Wirkstoff verbessert den Blutfluss im Penis, sodass Erektion mit erwünschtem Geschlechtsverkehr dennoch stattfinden kann. Insbesondere wirkt Tadalafil dahingehend, dass nach sexueller Erregung die Erektionsfähigkeit gesteigert wird. Auch als "Langzeit-Viagra" bekannt, kann die Wirkung nach der Einnahme bis zu zwölf Stunden anhalten.

Zur Gruppe der Phosphodiesterasehemmer zugehörig, entfaltet Tadalafil auf eine verbesserte Durchblutung des Penis. Die Eintritt der Wirkung erfolgt relativ schnell und kann mit ca. 30 Minuten bis einer Stunde angegeben werden. Danach wirkt Tadalafil bis zu zwölf Stunden.

Auch Männer mit diagnostizierter Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) können Tadalafil mit einer anfänglichen Dosis von 10 mg einnehmen. Die tägliche Dosis von 20 mg darf dabei nicht überschritten werden. Ebenfalls möglich ist der mäßige Alkoholgenuss, ein bis zwei Gläser Wein zu einem Abendessen beeinflussen die Bioverfügbarkeit von Tadalafil nicht.

Wirkmechanismus von Tadalafil

Der Stoff Tadalafil wird eingesetzt, um eine Erektion, die sich bereits im Aufbau befindet, noch weiter zu stimulieren und zu verstärken. Bei einer Erektion wird Stickstoffmonoxid im Körper, hier besonders im männlichen Glied, frei gesetzt.

Auf Basis dieses Vorgangs kommt es dazu, dass das Enzym Guanylatzyklase ebenfalls aktiviert wird. Dieses Enzym wiederum trägt dazu bei, dass es zu einer Erhöhung des cyclischen Guanosinmonophosphats (cyclo-GMP oder cGMP) kommt.

Zunächst kommt es dadurch zu einer leichten Muskelentspannung im so genannten Corpus cavernosum, dem Hohlkörper, also dem Penis des Mannes. In diesem Entspannungszustand kann nun vermehrt Blut in den Hohlkörper einströmen. Das Ergebnis davon ist , dass es zu einer kompletten Erektion kommt.

Tadalafil kann als Stoff sinnvoll eingesetzt werden, weil er bewirkt, dass aus einer normalen sexuellen Stimulation eine verstärkte Erektion wird, die auf dem nach Einnahme zu bemerkenden erhöhten Blutspiegel des Stoffs cGMP im Corpus Cavernosum basiert.

cGMP wiederum ist als der Botenstoff zu verstehen, der bereits vorhandene Signale, in diesem Fall das Signal der sexuellen Stimulierung, weiter leitet. Die verbesserte bzw. verstärkte Erektion ist das Ergebnis dieses Prozesses der Weiterleitung des Reizes.

Grundsätzlich ist für eine verstärkte Erektion zum Einen eine grundsätzliche Erregung vonnöten, zum Anderen muss das cGMP-System aktiviert werden. Nur auf dieser Basis kann Tadalafil wirken.

Wirkmechanismus der PDE-5-Hemmer Wirkung von PDE-5-Hemmern

Dosierung und Einnahme von Tadalafil

Vor der Einnahme sollte eine Diagnose durch den Arzt gestellt werden, die mit einer körperlichen Untersuchung einhergeht. Hierbei bedarf es auch einer gründlichen Untersuchung des Herz-Kreislauf-Systems und der Blutgefäße.

Die Dosis wird aufgrund der individuellen Diagnose vom Arzt erstellt. Neben den 10mg und 20mg Dosierungen ist eine reduzierte Dosis von 2,5mg bis 5mg zur täglichen Einnahme möglich. Die Einnahme der Tabletten erfolgt mit ein wenig Wasser, den Zeitpunkt bestimmt der Patient in diesem Falle selbst.

Welche Nebenwirkungen von Tadalafil können auftreten?

Nebenwirkungen sind unerwünschte Reaktionen, die auftreten können aber nicht zwingend in Erscheinung treten. Ihre Häufigkeit ist unterschiedlich und unterscheidet sich von Mensch zu Mensch.

Als sehr häufige Nebenwirkungen werden Kopfschmerzen, eine Rötung des Oberkörpers und ein unangenehmes Hitzegefühl genannt. Als häufige Nebenwirkungen sind Übelkeit, ein leichter Durchfall, Schwindel und eine verstopfte Nase zu nennen.

Gelegentlich kann es zu einer gesteigerten Tränenbildung oder Augenschmerzen kommen. Auch ein beschleunigter Herzschlag oder Herzklopfen sind gelegentlich aufgetreten. Ferner gehören auch ein Blutdruckanstieg oder auch der Blutdruckabfall, Zittern und eine gesteigerte Lichtempfindlichkeit dazu.

Seltene Nebenwirkungen können Angststörungen, Tinnitus, eine allgemeine Überempfindlichkeit oder eine verminderte Durchblutung der Herzmuskulatur sein. Ferner wären auch Muskelsteifigkeit oder anhaltend schmerzhafte Erektionen zu nennen. Herausgestellt hat sich, das Grapefruitsaft den Abbau von Tadalafil verhindert und es somit zu einer Verstärkung von Nebenwirkungen kommen kann.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Wechselwirkungen mit anderen Arzneien können unterschiedlich ausfallen und sollten bekannt sein. Bekannt sind solche Wechselwirkungen bei Präparaten gegen Pilzerkrankungen wie Ketoconazol, Itraconazol oder Erythromycin. Auch Ritonavir oder Cimetidin, die zur Behandlung bei HIV-Infektionen eingesetzt werden, gehen Wechselwirkungen ein.

Besonderes Augenmerk gilt Präparaten mit gefäßerweiternder Wirkung auf einer Nitro-Basis. Auch Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten werden in diesem Zusammenhang genannt.

Dabei kann es zu starkem Blutdruckabfall, einer Erhöhung der Herzfrequenz oder zu Störungen der Blutgerinnung kommen. Diese Präparate dürfen nicht zusammen mit Tadalafil eingenommen werden.

Gegenanzeigen zur Einnahme von Tadalafil

Personen, die eine Überempfindlichkeit gegenüber den Inhaltsstoffen haben, dürfen Tadalafil nicht einnehmen. Dies gilt ebenso bei der regelmäßigen Einnahme von Alpha-Adrenozeptor-Antagonisten oder Nitraten.

Ferner dürfen Menschen mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinsuffizienz, koronare Herzerkrankung, Herzklappenerkrankungen und Herzinfarkt), Herzrhythmusstörungen oder einer schweren Herzmuskelschwäche Tadalafil nicht einnehmen. Auch Schlaganfälle oder Herzinfarkte, die weniger als sechs Monate zurückliegen, gehören zu den Gegenanzeigen.

Niedriger Blutdruck mit einem systolischen Wert unter 90 mmHG, schwere Leber- oder Nierenfunktionsstörungen oder Erkrankungen der Augennetzhaut stellen Gegenanzeigen zur Einnahme von Tadalafil dar.

Eine Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt sollte insbesondere auch dann erstellt werden, wenn Patienten an schweren, arteriellen Durchblutungsstörungen leiden, die in der Folge auch eine Verengung der Hauptschlagader nach sich ziehen. Dies gilt auch für die Sichelzellenanämie oder diverse Formen von Blutkrebs.

Quellen:

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