Der bronchienerweiternde Wirkstoff Salbutamol (auch Salbutamolsulfat, Albuterol) ist ein β-2-Sympathomimetikum und wird zur Behandlung von Asthma bronchiale und der chronisch obstruktiven Bronchitis (COPD) verschrieben. Salbutamol gehört auch zur Gruppe der Bronchospasmolytika, welche den Tonus der Bronchialmuskulatur senken.

Überblick und Anwendungsbereiche von Salbutamol

Das Dosieraerosol enthält den direkt den Wirkstoff Salbutamol (Handelsname Ventolin), das immer dann zur Anwendung kommt, wenn die Atemwege verengt sind und Atembeschwerden verursachen. Salbutamol ist ein Präparat, das vorrangig zur Behandlung von chronischer Bronchitis, COPD und Asthma eingesetzt wird.

Der Wirkstoff stammt aus der Beta2-Sympathomimetika und arbeitet auf Grundlage der Bronchienerweiterung, womit eine Verbesserung der Atmung erreicht werden soll. Salbutamol wirkt sehr schnell und kann daher auch bei akuten Asthmaanfällen eingesetzt werden. Aufgrund der kurzen Wirkungszeit ist es notwendig, das Präparat mehrmals täglich einzusetzen.

Strukturformel von Salbutamol

Neben bereits bestehenden Erkrankungen der Atemwege wird Salbutamol auch bei einem Lungenemphysem und ferner zur Prophylaxe von Asthmabeschwerden angewendet. Salbutamol wird bei Kindern ab 12 Jahren in geringer Dosis und Erwachsenen angewendet.

Kinder unter 12 Jahren erhalten dem Alter die entsprechende Dosierung zur Behandlung von asthmatischen Erkrankungen, die in diesem Falle acht Inhalationen pro Tag nicht überschreiten darf.

Formen und Dosierung von Salbutamol

Salbutamol ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich. Dazu gehören in erster Linie:

  • das Dosieraerosol,
  • die Pulverinhalation,
  • die Kapsel,
  • die Inhalationslösung.

Zur Vorbeugung von asthmatischen Beschwerden werden zwei Inhalationen ca. 10 bis 15 Minuten vor dem auslösenden Vorgang ausgelöst.

In der Regel verspüren die Patienten bereits zu diesem Zeitpunkt leichte Beschwerden. Um Asthma-Anfälle zu lindern wird eine Inhalation bei Bedarf angewendet.

Ein Sprühstoß von Salbutamol 1A Pharma 0,1mg enthält 100 Mikrogramm Salbutamol. Über das Mundstück werden 90 Mikrogramm der jeweiligen Dosis abgegeben. Ferner enthält das Präparat wasserfreies Ethanol, Norfluran (HFA 134a) sowie Ölsäure.

Wirkungsweise von Salbutamol

Das Nervensystem besteht aus einem nicht willentlich steuerbaren und steuerbaren Teil. Als nicht willentlich steuerbar wird das vegetative Nervensystem bezeichnet. Verschiedene Körperfunktionen agieren also autonom.

So werden Stressreaktionen durch Noradrenalin und Adrenalin als Botenstoffe ausgelöst. Dabei werden unter anderem die Bronchien erweitert, um den Gasaustausch und die Atmung zu optimieren.

Salbutamol kopiert sozusagen diesen Vorgang und verbessert mit der Bronchienerweiterung die Atmung des Betroffenen. Ferner wirkt Salbutamol selektiv auf die Lunge, beeinflusst also nur die Lunge und keine weiteren Bereiche des Körpers.

Wirkungsweise von Salbutamol

Nebenwirkungen vom Wirkstoff Salbutamol

Im Allgemeinen sind Kopfschmerzen und Muskelkrämpfe, ein schnellerer Puls sowie plötzlich fühlbare Herzschläge als unerwünschte Nebenwirkungen bekannt. Ferner treten häufig auftretende Nebenwirkungen wie folgt auf:

  • eine erhöhte Herzfrequenz,
  • Kopfschmerzen,
  • Muskelkrämpfe bzw. Zittern.

Als gelegentliche Wirkung wird eine Reizung in Rachen und Mund sowie ein rascher Herzschlag beobachtet. Selten hingegen verringert sich der Kaliumgehalt im Blut. Sehr selten treten bei einigen Patienten allergische Reaktionen auf.

Ferner kann es zu einem Kollaps oder Ohnmacht kommen, zu Halluzinationen oder Schlafstörungen. Auch Brustschmerzen und ein unregelmäßiger Herzschlag gehören zu den sehr seltenen Nebenwirkungen. Weitere sehr seltene Nebenwirkungen:

  • erschwerte Atmung nach der Anwendung,
  • ein juckender Hautausschlag

Die Anwendung sollte sofort unterbrochen werden wenn allergische Reaktionen wie das Anschwellen des Gesichts bzw. der Zunge oder dem Hals auftreten. Dazu gehören auch Schluckbeschwerden, Atemprobleme oder Brustschmerz. In diesem Fall sollte die Dosierung vom behandelnden Arzt überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Welche Wechselwirkungen sind bekannt?

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind durchaus möglich. Bekannt sind Wechselwirkungen mit Betablockern (Beta-Adrenozeptor-Antagonisten), MAO-Hemmern (Monoaminooxidase-Hemmern), Levodopa (nicht-proteinogene α-Aminosäure), Alkohol, Herzglykosiden und Sympathomimetika (Arzneistoffe, die selektiv die Alpha-Adrenorezeptoren des sympathischen Nervensystems stimulieren).

Auch Diuretika (Arzneimittel zur Ausschwemmung von Wasser aus dem menschlichen Körper) gehen eine Wechselwirkung mit Salbutamol ein. Ferner gehören weitere Medikamente zur Liste der Wechselwirkungen:

  • Antibiotika,
  • trizyklische Antidepressiva,
  • Levothyroxin (Wirkstoff aus der Gruppe der Schilddrüsenhormone),
  • Chinidin (Wirkstoff aus der Gruppe der Antiarrhythmika zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen),
  • Antiarrhythmika,
  • Nifedipin (blutdrucksenkender und gefässerweiternder Wirkstoff aus der Gruppe der Dihydropyridine zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Chronisch-stabile Angina pectoris, Bluthochdruck und Akute hypertensive Krise (parenteral))),
  • halogenierte Kohlenwasserstoffe.

Die gleichzeitige Einnahme von Salbutamol und anderen Medikamenten sollte daher immer mit dem Arzt besprochen werden. Ob überhaupt eine Wechselwirkung eintritt, hängt immer von individuellen Faktoren wie der Dosierung oder der Verträglichkeit ab. Im Einzelfall müssen Wechselwirkung, Nebenwirkungen oder Gegenanzeigen individuell abgestimmt werden.

Gegenanzeigen zur Anwendung von Salbutamol

Grundsätzlich darf Salbutamol bei bekannten Überempfindlichkeiten nicht angewendet werden. Ferner spricht eine schwere Schilddrüsenüberfunktion gegen die Einnahme des Präparats. Weitere Gegenanzeigen sind:

  • der Tumor des Nebennierenmarks
  • Erkrankungen des Herzmuskels
  • Gefäßverstopfungen oder Gefäßaussackungen
  • Hypertonie (Bluthochdruck)

Nur unter ärztlicher Kontrolle darf Salbutamol verwendet werden, wenn Herzrhythmusstörungen bestehen oder bei einem gerade stattgefundenen Herzinfarkt.

Ferner ist die Verwendung bei weiteren Erkrankungen der Herzkranzgefäße oder Schäden der Herzklappe nur unter ärztlicher Kontrolle möglich.

Auch ein bestehender Kaliummangel bedarf der Kontrolle. Eine unzureichend eingestellte Diabetes oder instabile Zuckerwerte gehören zu weiteren Gegenanzeigen.

Auf Salbutamol in der Schwangerschaft verzichten

Da der Wirkstoff Salbutamol auch in die Plazenta des ungeborenen Kindes übergehen kann, sollte auf die Anwendung während der Schwangerschaft verzichtet werden.

Speziell im ersten Drittel der Schwangerschaft werden Nutzen und Risiko vom Arzt gut abgewogen. Auch der Verwendung kurz vor dem Geburtstermin ist abzuraten, da Salbutamol wehenhemmend auf den Körper einwirken kann. Junge Mütter sollten wissen, dass Salbutamol in die Muttermilch übergeht.

So wird Salbutamol angewendet

In der Regel wird Salbutamol als Inhalationsgerät verabreicht. Mit dem Dosieraerosol erreicht der Wirkstoff auf direktem Wege die Lunge und findet schnell Wirkung. Die Dosierung erfolgt mit einem bzw. maximal zwei Sprühstößen. Hier spielt die verabreichte Dosis des Arztes ebenfalls eine Rolle.

So wird Salbutamol angewendet

Ein Sprühstoß reicht meist aus, um die Bronchien zu erweitern und die Atmung deutlich zu verbessern. Nur bei fehlender Wirkung wird ein weiterer Sprühstoß über das Mundstück eingenommen. Vor dem Sprühen wird der Inhalator einige Male gut geschüttelt und dann senkrecht gehalten.

Es erfolgt ein langer Ausatemzug in die Luft, nicht in das Mundstück! Dann beginnt ein neuer Atemzug, während gleichzeitig ein Sprühstoß freigegeben wird. Den Atem für fünf bis zehn Sekunden anhalten hilft, den Wirkstoff in den Bronchien zu verteilen.

Hat sich die Atmung verbessert, ist kein weiterer Sprühstoß notwendig, anderenfalls sollte eine weitere Inhalation eingenommen werden.

Quellen:

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