Die Einnahme von Medikamenten kann unerwünschte Nebenwirkungen zur Folge haben. Deshalb sollte sich jeder Patient vor der Einnahme über Neben- und Wechselwirkungen sowie Gegenanzeigen informieren. Häufig treten Beschwerden zu Beginn einer Behandlungsphase auf und verschwinden nach einigen Tagen. Im Zweifelsfalle hilft ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt.

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Metformin auftreten?

Grundsätzlich liegen bei der Einnahme von Metformin bei Kindern und Jugendliche nur wenige Daten in Bezug zu Nebenwirkungen auf. Dennoch zeigen sie vergleichbare Ergebnisse, die sich von der Art und der Schwere nur geringfügig unterscheiden. Folgende Ergebnisse basieren daher auf Untersuchungen von Erwachsenen.

Metformin gegen Diabetes Metformin gegen Diabetes

Gelegentlich treten Schwindel, Müdigkeit oder Kopfschmerzen auf. Diese Symptome können einzeln oder kombiniert in Erscheinung treten. Ebenso kann es zu Störungen des Stoffwechsels oder Ernährungsstörungen kommen.

Häufig, das bedeutet bis zu einem von zehn Behandelnden, treten Geschmacksveränderungen auf.

Sehr häufige Nebenwirkungen: Bei mehr als einem von zehn Patienten kann es zu Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen mit Übelkeit kommen. Darüber hinaus ist ebenso ein Appetitverlust zu verzeichnen. Diese Symptome sind charakteristisch für den Beginn der Behandlung. Empfohlen wird daher die Einnahme während oder nach den Mahlzeiten.

Sehr seltene Nebenwirkungen bei Metformin

Sehr seltene Nebenwirkungen beschreiben den Fall, wenn bis zu einer Person von insgesamt 10.000 Patienten über folgende Symptome klagen. Es kann zur Laktatazidose kommen. Dabei handelt es sich um eine Übersäuerung des Blutes mit Milchsäure. Betroffen sind häufig Patienten mit einer eingeschränkten Nierenfunktion.

Eine Laktatazidose hat unspezifische Symptome, so zum Beispiel:

  • Bauchschmerzen,
  • Erbrechen,
  • extreme Müdigkeit,
  • Probleme beim Atmen.

Körpertemperatur und Herzfrequenz senken sich. Diese Stoffwechselentgleisung zeigt sich darüber hinaus mit Muskelkrämpfen und starker Abgeschlagenheit. In einem solchen Fall ist die Einnahme sofort zu unterbrechen, der Arzt oder das nächste Krankenhaus muss umgehend aufgesucht werden. Ebenso möglich ist die verminderte Aufnahme von Vitamin B12.

Bei Patienten, die an einer bestimmten Form von Blutarmut leiden, muss die verminderte Vitamin B12-Aufnahme als eventuelle Ursache angenommen werden. Ebenfalls sehr selten kann es zu unklaren Funktionsstörungen der Haut kommen. Diese zeigen sich mit Juckreiz, Hautrötungen oder Nesselsucht.

Zu sehr seltenen Nebenwirkungen gehören auch Leberentzündungen, in diesem Falle Gelbsucht, die jedoch nach dem Absetzen von Metformin wieder nachlässt.

Ferner, und dies ohne Angabe von Häufigkeit, treten in Einzelfällen Störungen des Blutsystems auf. Dabei kann es zu einem gesteigerten Abbau oder sogar Zerfall roter Blutkörperchen kommen. Dieser Vorgang ist jedoch reversibel, die Blutkörperchen können demnach wieder hergestellt werden.

Bei einem einzigen Fall wurden eine entzündliche Gefäßerkrankung und eine Form der Lungenentzündung beobachtet. Sollten andere Nebenwirkungen beobachtet werden, die hier nicht aufgelistet sind, sollte unverzüglich der Arzt aufgesucht werden.

Häufig (1 von 10) Gelegentlich (1 von 100) Sehr Selten (1 von 10.000)
Übelkeit Geschmacksveränderungen Laktazidose
Appetitverlust - Hautausschlag
Durchfall - Vitamin B12-Mangel

Umgang mit Nebenwirkungen bei Metformin

Die Information hinsichtlich der Nebenwirkungen ist der erste Schritt zur Aufklärung.

Da bei der Einnahme das Risiko einer Blutsäuerung besteht, sind insbesondere Beschwerden des Magen-Darm-Trakts zu beobachten.

Bei ersten Anzeichen wie Übelkeit und Erbrechen, insbesondere in Verbindung mit Muskelkrämpfen ist unverzüglich der Arzt aufzusuchen. An Wochenenden oder Feiertagen ist der Besuch im nächstgelegenen Krankenhaus erforderlich, wo kontrollierte Untersuchungen oder eine Notfallbehandlung eingeleitet werden.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Durch die Gabe jodhaltiger Kontrastmittel in Kombination mit Metformin kann eine Niereninsuffizienz ausgelöst werden. Aufgrund dessen besteht das erhöhte Risiko einer Blutübersäuerung (Laktatazidose). Daher muss das Medikament 48 Stunden vor der Behandlung abgesetzt werden und erst dann wieder eingenommen werden, wenn eine ärztliche Untersuchung die normale Nierenfunktion bestätigt.

Ferner sind Kortison bzw. Glukokortikoide, Asthma-Medikamente und Entwässerungsmittel dafür bekannt, Wechselwirkungen zu verursachen. Dabei wird die blutzuckersenkende Wirkung verringert.

Bei Herz-Kreislauf-Medikamenten, die der ACE-Hemmer Gruppe zugehörig sind, kann es andererseits zur einer unerwünschten verstärkten Senkung vom Blutzuckerspiegel kommen. Eine Unterzuckerung ist die Folge.

Gegenanzeigen und Warnhinweise

Grundsätzlich darf Metformin nicht bei Überempfindlichkeiten oder Allergien der Inhaltsstoffe eingenommen werden. Metformin darf in keinem Falle bei eingeschränkter Nierenfunktion eingenommen werden.

Weiterhin sind schwere Lebererkrankungen, schwere Infektionen oder Herzschwäche Gegenanzeigen für die Einnahme. Ebenso stellt Alkoholismus eine Gegenanzeige dar. Sind Operationen geplant, muss das Medikament 48 Stunden vor dem Termin abgesetzt werden.

Besondere Beachtung muss bei der Gabe von Röntgenkontrastmittel geschenkt werden. Hier muss der Arzt in jedem Falle vorher informiert werden. Für den Zeitrahmen der Untersuchung muss Metformin ebenfalls unterbrochen werden.

Die diabetische Ketoazidose, also die Übersäuerung des Blutes, ist bereits eine Vorstufe zum Koma. Daher darf in einem solchen Fall Metformin keineswegs eingenommen werden. Leber- oder Nierenprobleme gehören ebenfalls in die Gruppe der Gegenanzeigen. In diesem Zusammenhang sind auch akute Zustände, die die Nierenfunktion beeinträchtigen, zu nennen. Dies ist der Fall, wenn beständiger Flüssigkeitsverlust durch Durchfall oder Erbrechen herbeigeführt wird oder schwere Infektionen der Atemwege bestehen.

Patienten mit Herzschwäche oder Menschen, die kurz zuvor einen Herzinfarkt erlitten haben, dürfen Metformin nicht einnehmen. Auch Probleme mit der Atmung sind Gegenanzeigen, da sie zu einem Sauerstoffmangel führen können, der in der Folge eine Übersäuerung des Blutes nach sich ziehen kann.

Metformin darf nicht während der Stillzeit eingenommen werden. Für die Zeit der Schwangerschaft ist in jedem Falle vor der Einnahme der Arzt zu konsultieren.

Quellen:

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