Immer mehr Deutsche verzichten auf das Rauchen, aber dennoch ist die Zahl der Menschen, die jedes Jahr durch die Folgen des Qualms sterben, erschreckend hoch. 110.000 Opfer fordert das Rauchen Jahr für Jahr in Deutschland.

Die Vielfalt der Schäden, die Zigarettenqualm im menschlichen Körper anrichtet, ist breit gefächert. Dabei ist nicht gleich jede Auswirkung tödlich. Die Tabakindustrie mischt unter den Zigarettentabak ungefähr 600 weitere Zusatzstoffe, die größtenteils dem Körper schaden.

Übersicht: Folgen des Rauchens

Unter den Folgen des Rauchens sind auch Beeinträchtigungen für das tägliche Leben wie Konditionsschwächen, Hautalterung oder vermindertes Geschmacksempfinden. Zu den häufigsten gesundheitlichen Folgen des Rauchen gehören unter anderem:

  • Schlaganfälle
  • Herzinfarkte
  • Durchblutungsstörungen
  • Hoher Blutdruck (Hypertonie)
  • Krebserkrankungen
  • Hautalterung
  • Verminderter Geschmacks- und Geruchssinn
  • Atemwegsprobleme
  • Zahnerkrankungen
  • Impotenz (Erektionsstörungen)
  • Schwangerschaftskomplikationen
Gesundheitliche Folgen des Rauchens Folgen des Rauchens auf die Gesundheit

Die Auswirkungen des Rauchens sind groß. Sicherlich wird nicht jeder Raucher gleich sämtliche Erkrankungen bekommen, doch besteht immer ein deutlich höheres Risiko. Die Wahrscheinlichkeit auf eine Krebserkrankung beispielsweise ist bei einem starken Raucher vier Mal so hoch wie bei einem Nichtrauchen.

Die einzelnen Auswirkungen vom Zigarettenqualm auf den menschlichen Körper sollen im Folgenden näher beschrieben werden.

Folgen für das Herz-Kreislauf-System

Die Arterien und Venen im Körper transportieren das Blut vom Herz zu den Organen und zurück. Durch das Rauchen wird das Blut jedoch zähflüssiger und nicht mehr so stark mit Sauerstoff versorgt. Auf der anderen Seite entzünden sich Arterien und Venen, wodurch diese verengen.

Das dicke Blut fließt schwerfällig durch enge Arterien, sodass Organe nur noch unzureichend mit Sauerstoff versorgt werden. Die ganze Reihe von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck (Hypertonie), Schlaganfälle, Herzinfarkte, Diabetes (Zuckerkrankheit) und Herzrhythmusstörungen sind die Folge.

Folgen durch Krebsleiden

Raucher haben ein doppelt so hohes Risiko an Krebs zu sterben. Bei starken Rauchern ist dieses Risiko sogar vier Mal so hoch. Ein Viertel aller Krebsleiden ist auf das Rauchen zurückzuführen.

Beim Lungenkrebs von Männern sogar 90%. Der Mensch atmet beim Rauchen krebserregende Stoffe ein, die beim Verbrennen der Tabakzusätze entstehen. Der stark krebserregende Stoff Acetaldehy beispielsweise wird beim Anzünden von Zucker, Kakaobutter oder Honig erzeugt.

Alle drei Lebensmittel sind Inhaltsstoffe von Zigaretten. Krebsleiden infolge vom Rauchen entstehen in den Lungen, im Kehlkopf, im Mundraum, in der Speiseröhre, in den Nieren, im Blut, in der Harnblase oder in der Leber.

Folgen für die Atemwege

Tabakrauch greift bei jedem Inhalieren die Bronchien an. Diese werden gereizt und reagieren schneller auf Infektionen, wodurch Viren ein leichtes Spiel haben. Außerdem verkleben die kleinen Lungenbläschen durch den Teer, was ein tiefes Einatmen verhindert.

Chronischer Husten und dauerhafte Schleimbildung sind weitere Folgen dieser Beeinträchtigung im Lungenbereich. Raucher benötigen häufig einfache Formen von Beatmungsgeräten, damit die Lungenbläschen sich trotz Entzündung weiten und somit Sauerstoff aufnehmen können.

Auswirkungen von Rauchen auf die Lunge Atemwegserkrankungen aufgrund von Zigarettenrauch

Gerade die Atemwege können sich jedoch perfekt regenerieren, wenn mit dem Rauchen aufgehört wird. Nach einigen Wochen fällt das Atmen bereits leichter und der Raucherhusten verschwindet.

Folgen für die Haut

Auch die Haut wird aufgrund anhaltender Durchblutungsstörungen in Mitleidenschaft gezogen. Durch das Rauchen altert die Haut schneller. Sie wirft Falten, bekommt eine gräuliche Farbe und sieht dadurch unansehnlich aus. Raucher werden deshalb meist älter geschätzt, als sie es sind.

Folgen für die Zähne

Neben der Haut hat Rauchen eine zweite negative Auswirkung auf die Kosmetik. Dies lässt sich an den Zähnen erkennen. Raucher haben häufig verfärbte Zähne, was am Teer liegt.

Der Teer im Tabak setzt sich auf den Zähnen ab und greift den Zahnschmelz an. Außerdem bildet der Rauch Bakterien in der Mundhöhle, die wiederum für Mundgeruch zuständig sind. Eine weitere Folge ist die Entstehung von Parodontitis, die Zahnausfall mit sich bringt.

Folgen für das Sexleben

Sowohl Männer als auch Frauen können Beeinträchtigungen in ihrer Sexualität erleiden. Bei Frauen ist das Risiko einer Unfruchtbarkeit deutlich höher.

Männer können Impotenz (erektile Dysfunktion) erleiden, weil der Penis nicht mehr mit genügend Blut versorgt wird. Eine Schwangerschaft wird für ein Paar in beiden Fällen unmöglich.

Folgen für ein Neugeborenes

Rauchen während der Schwangerschaft ist besonders für das Neugeborene eine starke Beeinträchtigung, auf die zum Wohle des Kindes unbedingt verzichtet werden muss.

Das Risiko einer Früh- oder Fehlgeburt wird deutlich erhöht. Außerdem kann das Baby Missbildungen mit sich tragen oder mit besonders starkem Mindestgewicht auf die Welt kommen, was das Wachstum vom frühesten Stadium an erschwert.

Folgen bei Einnahme der Pille

Frauen, die zur Empfängnisverhütung die Antibabypille nehmen, sollten nicht rauchen, da in dieser Kombination hohe Risiken für Thrombosen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bestehen. Diese Gefahr ergibt sich bei sämtlichen hormonellen Verhütungsmitteln.

Folgen für die Sinne

Rauchen betäuben die feinsten Sinne in Mund und Nase. Die Geschmacks- und Geruchsknospen können nach dem Inhalieren von Tabakrauch nicht mehr so feinsinnig arbeiten. Raucher schmecken und riechen daher nur noch oberflächig und können gewisse Gerüche und Geschmäcker nicht mehr wahrnehmen.

Rauchen bringt sehr viele Beeinträchtigungen mit sich, die sich im Körper erst mit der Zeit verschlimmern. Der Raucher merkt also erst nach Monaten oder Jahren die Folgen vom Rauchen, was die Sache gefährlich macht. Manche der beschriebenen Beeinträchtigungen kommen eventuell nie zum Vorschein, doch das Risiko ist immer da.

Auch wenn das Aufhören schwerfällt, sollte dieser Schritt versucht werden. Die körperlichen Schäden können sich in manchen Bereichen bereits nach wenigen Wochen bessern. Dem Ex-Raucher geht es zusehends besser und sogar die schweren Schäden in der Lunge und am Herz-Kreislauf-System regenerieren.

Erholung des körpers nach dem Rauchstopp Gesundheitliche Auswirkungen einer Raucherentwöhnung

Quellen: